Das Corona-Virus bestimmt das Weltgeschehen seit mehr als einem Jahr!
So
wie die meisten anderen Menschen auch, leidet der pensionierte Chefinspektor Bruno Specht zunehmend unter den mit der Pandemie verbundenen sozialen und sonstigen Beschränkungen. Er vermisst die Zusammenkünfte mit Verwandten und Freunden, und auch die wöchentlichen Kartenrunden mit seinen ehemaligen Kollegen aus dem Wiener Landeskriminalamt.  
Seine Ehefrau Anna beobachtet Brunos Gemütslage mit zunehmender Besorgnis, und so schlägt sie ihm Ende März eines Morgens  spontan vor: „Laut Wettervorhersage wird’s heute sonnig und warm, und morgen startet der nächste, harte Lockdown, da sind wir dann für ein paar Wochen mehr oder weniger wieder eingesperrt! Was hältst du davon, wenn wir uns nach dem Frühstück in den nächsten Zug setzen und irgendwohin ins Grüne fahren?“
Bruno steht Annas Idee zunächst skeptisch gegenüber, gibt aber schließlich nach, und so kommt es, dass die beiden ein paar Stunden später im burgenländischen Neusiedl aus dem Zug steigen, um die kleine Stadt am Nordufer des Neusiedlersees zu erkunden.
Als sie eine Vinothek mit einer angeschlossenen Greisslerei entdecken, hebt sich Brunos Wohlbefinden schlagartig. Er kommt mit dem Angestellten der Weinhandlung fachsimpelnd ins Gespräch, derweil kauft Anna in der Greisslerei eine Jause, bestehend aus einer Wurst vom Seewinkler Graurind,  Speck vom Mangalitza-Schwein, Ziegenkäse und Grammelpogatscherln,  die sie wenig später, auf einer Parkbank am Seeufer sitzend, genüsslich verzehren – und dazu den von Bruno erworbenen Welschriesling vom Leithaberg verkosten.
Das sanfte Geräusch der auf- und absteigenden Wellen und der Blick auf die idyllische und friedvolle Landschaft rund um den See lassen sie all die widrigen Umstände der Pandemie für ein paar Stunden vergessen. Seit langem haben sie sich nicht so wohl gefühlt, und in ihrer wieder gewonnenen Lebensfreude beschließen sie: „Sobald die Infektionszahlen zurückgehen und die Hotels und Lokale geöffnet haben, machen wir eine Radtour rund um den Neusiedlersee!“
Ihr Vorhaben lässt zwangsläufig noch eine Weile auf sich warten, schließlich ist es aber Ende Mai endlich so weit! Anna und Bruno packen ihre Rucksäcke und radeln am Westufer des Sees entlang zum ersten Ziel ihrer Etappe,  und zwar nach Rust. Dort wird ihre Tour allerdings abrupt unterbrochen, denn in einer Seehütte am Rande des Schilfgürtels wird ein männlicher Leichnam  mit einer tödlichen Schussverletzung am Hinterkopf aufgefunden.
Der Tote ist Bruno nicht unbekannt, weshalb er versucht, Informationen über die Hintergründe der Tat in Erfahrung zu bringen  …


Nicht schlecht, Frau Specht! erscheint im Frühjahr 2022.