{"id":845,"date":"2021-03-28T18:55:16","date_gmt":"2021-03-28T16:55:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.specht-krimis.at\/?p=845"},"modified":"2021-04-07T22:29:37","modified_gmt":"2021-04-07T20:29:37","slug":"die-schoenste-rede-zu-hause-zu-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.specht-krimis.at\/?p=845","title":{"rendered":"Die sch\u00f6nste Rede, die man in unseren Zeiten halten kann, w\u00e4re: \u00dcber die Kunst, zu Hause zu bleiben!"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Ausspruch stammt nicht von einem zeitgen\u00f6ssischen Politiker, sondern von Demokrit, einem griechischen Philosophen (*460 v.Chr., \u2020370 v.Chr.), der neben vielen anderen Weisheiten zu der Erkenntnis gelangte, dass das h\u00f6chste anzustrebende Gut die Gl\u00fcckseligkeit durch das Wohlbefinden der Seele sei.<\/p>\n<p>Was auch immer es war, das Demokrit dazu veranlasste, sich \u00fcber die Kunst, zu Hause zu bleiben, Gedanken zu machen: F\u00fcr uns hat dieser Ausspruch im Zusammenhang mit den seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie bestehenden Bewegungs- und sonstigen Freiheitsbeschr\u00e4nkungen eine neue Dimension erhalten.<\/p>\n<p>Denn seit einem Jahr stehen wir, so wie der Gro\u00dfteil der Menschheit, vor der Herausforderung, unseren Alltag neu zu strukturieren, unsere Lebensziele an die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen anzupassen, auf das Zusammentreffen mit uns lieben Menschen zu verzichten, bestimmte Vorhaben zu verschieben oder \u00fcberhaupt zu verwerfen, und: zu Hause zu bleiben!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnte man meinen, dass Schriftsteller von einer Pandemie oder einer Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit nur marginal betroffen sind, da sie ihre Zeit zumeist ja ohnehin zu Hause am Schreibtisch verbringen, und sich ihr Leben in der Regel virtuell abspielt, also im Kopf und in der Phantasie.<\/p>\n<p>Das ist grunds\u00e4tzlich richtig und wir sind davon \u00fcberzeugt, dass die Corona-Krise viele Philosophen, Dichter und Literaten der Gegenwart dazu inspirieren wird, herausragende Werke zu schaffen.<\/p>\n<p>Autoren von Restaurant- oder Lokalf\u00fchrern, Reisetageb\u00fcchern oder anderen tagesaktuellen oder zeitnahen Publikationen haben\u2019s zurzeit hingegen schwer. Denn schlie\u00dflich gilt es f\u00fcr sie, authentisches Lokalkolorit einzufangen, was eine uneingeschr\u00e4nkte Reisefreiheit voraussetzt, ebenso wie die M\u00f6glichkeit, in einem Hotel oder in einer Pension zu n\u00e4chtigen, Lokale und Restaurants aufzusuchen und ganz generell: mit vielen Menschen zu sprechen. All dies war in den letzten zw\u00f6lf Monaten de facto aber nicht oder nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich!<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist es auch uns als Autoren der Specht-Krimis ergangen.<\/p>\n<p><strong>Der letzthin viel zitierte Blick in die Kristallkugel \u2026<\/strong><br \/>\nDie Handlung unseres f\u00fcnften Kriminalomans sollte unseren Protagonisten, den pensionierten Chefinspektor Bruno Specht, und seine Ehefrau Anna im Dezember 2020 ins\u00a0winterliche Tirol f\u00fchren, das Erscheinen des Romans war f\u00fcr M\u00e4rz dieses Jahres geplant.<\/p>\n<p>Tja, Corona hat diese Planung aber nat\u00fcrlich leider \u00fcber den Haufen geworfen und wir haben uns gefragt, wie wir als Autoren mit dieser Situation am besten umgehen k\u00f6nnen.<br \/>\nCorona in der Handlung des Romans komplett auszublenden, w\u00e4re am einfachsten gewesen, bei den Specht-Krimis aber nur schwer m\u00f6glich. Denn die orientieren sich, wie Sie, gesch\u00e4tzte Leserinnen und Leser wissen, an reellen Gegebenheiten \u2013 und hier f\u00fchrt leider nach wie vor das Corona-Virus Regie!<br \/>\nIn der Hoffnung darauf, dass es bald gelingen w\u00fcrde, die Pandemie nachhaltig zu bek\u00e4mpfen, haben wir die Handlung des Romans daher auf Dezember 2021 verlegt und das Manuskript entsprechend \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen haben uns aber im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie vermehrt Zweifel \u00fcberkommen, zu wie vielen Lockdowns es in naher Zukunft noch kommen wird und ob im Dezember 2021 tats\u00e4chlich alle Hotels und Restaurants wieder ge\u00f6ffnet sein werden (was wir jedoch inst\u00e4ndig hoffen!!!), es f\u00fcr unsere Protagonisten also m\u00f6glich sein wird, ungetr\u00fcbte Urlaubsfreuden und eine uneingeschr\u00e4nkte Reisefreiheit zu genie\u00dfen &#8211; und einen Mordfall aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wir haben lange \u00fcberlegt, wie wir mit dieser diffusen Situation umgehen k\u00f6nnen, denn der Blick in die Kristallkugel ist auch uns verwehrt, und die Zukunft ist ein Geheimnis \u2026<\/p>\n<p>Letztendlich war es ein an die Anfangsverse von Goethes Vierzeiler <strong>Erinnerung<\/strong> angelehntes Zitat, das uns den, wie wir hoffen, richtigen Weg gewiesen hat:<br \/>\n<strong>Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.<\/strong><\/p>\n<p>Und was es damit auf sich hat, verraten wir Ihnen in K\u00fcrze \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Ausspruch stammt nicht von einem zeitgen\u00f6ssischen Politiker, sondern von Demokrit, einem griechischen Philosophen (*460 v.Chr., \u2020370 v.Chr.), der neben vielen anderen Weisheiten zu der Erkenntnis gelangte, dass das h\u00f6chste anzustrebende Gut die Gl\u00fcckseligkeit durch das Wohlbefinden der Seele sei. 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